Sterben Printmedien aus?

LESEZEIT: 3 MINUTEN In den letzten Jahren ist die Nutzung des Internets enorm angestiegen, die Nutzung von Offlinemedien jedoch gesunken. Werden Printmedien aussterben?

Während für viele als Kind das Internet wirklich noch Neuland war, so nimmt es heute eine immer größer werdende Rolle ein. Was “früher” ein Buch aus Papier war, ist heute ein E-Book, als Beispiel. 

Die Printbranche befindet sich in einem stetigen Wandel, seit einigen Jahren ist das Wachstum jedoch rückläufig und der Markt, durch die enorme Anzahl an Zeitschriften und Zeitungen, gesättigt. Doch nicht nur die Printmedien an sich sind von diesem Wandel betroffen, sondern auch die Werbung, die über diese geschalten wird, ist stark davon beeinflusst.

Durch eben diesen rückläufigen Wandel stellt sich vielen die Frage: Ist das Internet womöglich das Ende der Printmedien?

Um diese Frage beantworten zu können, ist es wichtig, die Funktion von Massenmedien zu kennen. Unter Massenmedien fallen sowohl Online- als auch Offlinemedien.

1. Die Informationsbeschaffung und Meinungsbildung: Massenmedien sollen den Nutzern die absolute Möglichkeit bieten, sich ausreichend informieren zu können um anschließend eine Meinung bilden zu können. Auch dabei können Massenmedien unterstützend agieren.

2. Regierungskontrolle: Massenmedien sind der Spiegel der Regierung und deren Sprachrohr zur Bevölkerung. Mit Hilfe der Massenmedien werden Entscheidungen, Themen usw. An die Bevölkerung herangetragen. Ebenso nehmen sie eine wichtige Rolle in der Struktur der drei Gewalten ein, gelten als die vierte Gewalt (Exekutive, Judikative und Legislative, Medien) im deutschen Volksmund.

3. Äußerung von Kritik: Ebenso sind Massenmedien das Sprachrohr der Bevölkerung zur Regierung und der Politik. Über Massenmedien können alle Nutzer ihre Meinung bilden und diese kundtun und der Regierung Rückmelden. Diese Aufgabe müssen die Medien wahrnehmen und ausreichend erfüllen.

Bisher wurden diese drei Funktionen vor allem durch die Printmedien, in diesem Fall den Zeitungen und Zeitschriften, abgedeckt. Seit wenigen Jahren jedoch werden diese Funktionen mehr und mehr durch das Internet eingenommen.Viele Dienste sind online, im Gegensatz zu Printmedien, kostenfrei, wodurch die Anzahl der Internetnutzer drastisch gestiegen ist. Dieses Wachstum bekommen nun auch die Offlinemedien deutlich zu spüren, in Form von Rückgängen der Nutzerzahlen.

Um die Printmedien sortieren zu können, durch ihre hohe Anzahl, kann man die Branche in zwei Bereiche einteilen: Die professionelle Nutzung und die konsumative Nutzung.

Die professionelle Nutzung bezieht sich auf die Art von Printmedien, die im Bereich des Berufes genutzt werden. Darunter zählen fachspezifische Zeitschriften, die dem Nutzer in seiner beruflichen Tätigkeit von Nutzen sein kann. Der konsumative Nutzen hingegeben bezeichnet die Bereiche, die wir im Alltag nutzen. Darunter fallen Kategorien, wie Unterhaltung, Politik und Tipps fürs Leben. In diesem Fall beziehen sich die Printmedien auf jede Form, also Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, usw.

Die Bereiche lassen sich zwar auch nur durch Onlinepublikationen abdecken, deren Glaubwürdigkeit sollte jedoch immer angezweifelt werden, da die Richtigkeit der Beitrage nur sehr schwer zu kontrollieren ist. 

Zudem bieten Printmedien Vorteile, die Onlinemedien wohl nie so wirklich erreichen können: 

1. Ästhetik

2. Optik

3. Haptik

Printmedien werden oft nur gekauft, weil sie ästhetisch ansprechend sind und zudem meist (in Form von Büchern) eine schöne Dekoration darstellen. Gleichzeitig gehen viele Nutzer davon aus, dass der Inhalt hochwertiger und besser recherchiert ist, wenn die Optik hochwertig und “glänzend” ist. Onlinemedien “glänzen” zwar auch, jedoch lediglich durch den Bildschirm, das hat jedoch nichts mit Haptik zu tun!

Durch die Nutzung des Internets spart man jedoch Platz in der Mülltonne, spart Papier, kann schlechte Artikel einfach wegklicken und ist live und überall mit dabei. Durch das Internet wird jedem Nutzer eine unglaubliche Vielfalt angeboten, die die Printmedien wohl mittlerweile überholt haben.

Um uns selbst ein Bild zu machen, was vor allem die junge Generation bevorzugt, haben wir eine Umfrage auf gutefrage.net gestartet. Das Ergebnis war, dass ganze 80% der Abstimmenden noch Printmedien, in unserem Fall Magazine und Zeitschriften, lesen, und das ziemlich begeistert. Zwar nutzen sie auch Onlinemedien, da diese aber, so eine Person, mittlerweile auch nicht mehr zwingend kostenlos sind, vorwiegend Nachrichten aus Magazinen und Zeitschriften! Und die gelesenen Printmedien werden nicht zwingend weggeworfen, sondern landen in offenen Bücherregalen, sodass sie noch viel mehr menschen lesen können.

Unsere Umfrage bei gutefrage.net ergab folgende Ergebnisse:

Printmedien

80%

Onlinemedien

20%

(https://www.gutefrage.net/frage/wer-liesst-heutzutage-noch-wirklich-printmedien-wie-magazine#answer-333679462)


Das Fazit

Onlinemedien sind der Printbranche mittlerweile  in vielen Bereichen überlegen. Außerdem haben Unternehmen und Anbieter durch die steigende Zahl an Internetnutzern eine größere und bessere Chance, Menschen durch die Schaltung von Onlinewerbung zu erreichen, viel mehr als es Printmedien können. 

Das Internet bietet den Nutzern eine große Vielfalt in Veröffentlichungen, Kommunikation und Reichweite, deckt jedoch gleichzeitig viele negative Seiten auf. Darunter mangelnde Sicherheit oder die kaum mögliche Gewährleistung von Urheberrechten. 

Auf der Seite der Printmedien gibt es jedoch auch in der heutigen Zeit noch immens viele Liebhaber der Branche, die oft und gerne Offlinemedien kaufen, wodurch die Verkaufszahlen nicht zu drastisch sinken.

Es lässt sich schlussfolgern, dass Onlinemedien zwar weiter wachsen werden und weiterhin eine große Rolle spielen werden, die Printmedien werden sie jedoch nicht verdrängen können!

Und das ist ein gutes Zeichen für die Zukunft!