Rescue Animals: 1 YouTube-Kanal ist krass unehrlich

LESEZEIT: 3 MINUTEN Der YouTube-Kanal “Rescue Animals” postet scheinbare Tierrettungen. Doch, was steckt wirklich dahinter?

Symbolbild zu "Rescue Animals"

Man findet oft Videos, vor allem auf YouTube, in denen kleine, niedliche Tiere gerettet werden. Auch der Kanal “Rescue Animals” ist einer von ihnen. Die Frage, die sich vielen schon gestellt hat, ist, ob diese Tierrettungen wirklich so stattgefunden haben. Denn, wer nimmt bei einer Tierrettung zu allererst das Handy zur Hand, um die Rettung zu filmen, anstatt dem verletzten Tier zu helfen?

Was ist “Rescue Animals”?

“Rescue Animals” ist ein YouTube-Kanal, der verschiedene Tierrettungs-Videos hochlädt. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um kleine Katzen, teilweise ganz kleine Katzenbabys, die “zufällig” auf der Straße gefunden wurden und dann gerettet wurden.

Das Kuriose dabei ist, dass es sich stets um Rassenkatzen handelt, die in keiner Weise schlecht aussehen. Sie sind weder unterernährt, noch dreckig. Dies ist die jedoch nur eine Sache. Die Andere hingegen ist, dass die Person, die diese kleinen wehrlosen Tiere rettet, in den meisten Fällen alleine ist.

Daraus lässt sich folgender Fakt schließen: Der- oder Diejenige, der/die dieses Tier “rettet” greift erst zum Handy, um die Rettung zu filmen, bevor dem hilflosen Tier dann wirklich geholfen wird

Beispielvideo des Kanals “Rescue Animals”

Wie ihr in diesem Beispielvideo sehen könnt, steckt dieses kleine Kätzchen in einem verrosteten Eisenrohr fest. Der Mann, der diese Katze “zufällig gefunden” hat, ist allein. Doch bevor er die Katze rettet, zückt er das Handy und filmt das arme Tier von allen Seiten, sodass jeder sehen kann, dass dieses Kätzchen auch wirklich feststeckt.

Was steckt wirklich hinter diesen Tierrettungen?

Das ist ganz einfach: Missbrauch und Misshandlung, um mehr Klicks und Reichweite zu erlangen.

Auf diesen Kanal sind wir durch ein Video des Kanals “offen un’ ehrlich” gestoßen und haben uns danach näher mit diesem Kanal befasst, sowie mit den Videos an sich.

“offen un’ ehrlich” hat herausgefunden, dass diese Tiere, zumindest in dem Beispielvideo, vorher absichtlich in diese hilflose Lage gebracht werden. Und das ist nichts anderes, als Tiermisshandlung! Tiermisshandlung, die verschleiert und zum “guten Zweck” angewendet wird. Diese Tiere werden misshandelt, ohne das jemand etwas davon mitbekommt. Denn wie gerne würde man glauben, dass diesen kleinen Tieren wirklich geholfen wurde.

Schaut man diese Videos ohne die, teilweise grausamen, Hintergründe zu kennen, erkennt man nichts, dass auf einen eventuellen Tiermissbrauch hinweist. Da zudem keine Misshandlung vor der Kamera gezeigt wird, kann man auch kaum etwas dagegen unternehmen, außer darüber zu berichten und es besser zu wissen. Denn wie so oft, ist nicht alles so, wie es scheint.

Reichweite durch passive Tiermisshandlung

Die Frage ist auch, warum werden den kleinen Tieren solch fürchterliche Dinge angetan?

Die Antwort: Um Reichweite und Klicks zu bekommen. Und das mit großen Erfolg! Jedes dieser Videos, die man auf dem Kanal “Rescue Animals” findet, hat mehrere tausend, wenn nicht sogar Millionen, Klicks. Noch dazu werden solche Videos wahrscheinlich massenhaft im Netz geteilt.

Für viele dieser Videos müssen wahrscheinlich die kleinen Tiere, die nichts dafür können in die Hände solcher Menschen geraten zu sein, leiden. Tiere werden schonungslos Qualen ausgesetzt, die sie dann nur für ein Video durchstehen müssen.

Die Videos sollen Tierrettungen darstellen, doch wahrscheinlich sollte nach diesen Videos das Tier dann wirklich gerettet werden. Kein Tier verdient es, auf solche Weise behandelt zu werden und um das festzustellen muss man kein Vegetarier sein!

Man kann also folgendes feststellen:

  • Bei diesem Kanal werden Tiere hinter der Kamera misshandelt, um sie anschließend vor der Kamera zu “retten”.
  • Das Filmen des verletzten Tieres ist denjenigen wichtiger als die Rettung des Tieres
  • Qualen und Schmerzen werden für mehr Klicks und Follower gern in Kauf genommen
  • Die Tiermisshandlung wird geschickt verschleiert, sodass die Videos von der Plattform nicht gesperrt werden können
  • Wenn man sich als Nichts-Ahnender nicht genau damit befasst, kann man keine Misshandlung erkennen

Doch die Schmerzen die den Tieren durch die Videoidee zugefügt werden, sind nicht die Einzigen. Als wäre das ja nicht schon schlimm genug. Der YouTube-Kanal “offen un’ ehrlich” forscht genauer nach, woher die Katze aus dem Eisenrohr wirklich stammt, dabei decken sie weitere Dinge auf.

So kommt derjenige, der die Katze “rettet” wohl aus Osteuropa, die Katze jedoch aus Russland. Das heißt, die Katze musste erst noch einen langen, beschwerlichen Weg in einem Transporter zurücklegen, um dann weitere Schmerzen ertragen zu müssen. Dazu fehlen uns echt die Worte!


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Sybille Lengauer
Sybille Lengauer
Juli 18, 2020 13:37

Kann man sich nicht ausdenken, auf was für absurde Ideen manche Menschen kommen. Ich hoffe diese Seite wird gesperrt.

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