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Die VPN-Nutzung nimmt aufgrund von Covid-19 zu

Während viele Unternehmen und Geschäfte unter Covid-19 leiden, gibt es andere Zweige, die von der Pandemie profitieren. Da immer mehr Menschen im Home-Office arbeiten, nimmt die Nachfrage nach VPNs zu.

VPN-Provider stocken Server auf

Bereits vor der Corona-Pandemie gingen Experten von einer steigenden Nachfrage nach Virtual Private Networks aus, kurz VPN. Doch mit der wachsenden Anzahl an Mitarbeitern, die von Zuhause aus arbeiten, steigt auch die Nachfrage nach VPNs. In den Monaten vor dem Ausbruch nutzten bereits rund 31 % der Internetnutzer einen VPN. Laut Top10VPN war die Zahl der Nutzer aufgrund der Maßnahmen in 75 Ländern gestiegen, in 21 Ländern hatte sie sich verdoppelt. Am größten war der Anstieg in Ägypten mit 224 %. Die Länder mit dem größten Nachfrage-Volumen waren Frankreich mit 80 %, die Vereinigten Staaten mit 41 % und Großbritannien mit 35 %.

Einige Unternehmen im Bereich VPN profitieren davon mehr als andere. NordVPN berichtete VPN Pro, dass es ständig neue Server hinzufügte, um der steigenden Nachfrage Herr zu werden. Der führende VPN-Dienst konnte konnte 165 % mehr Traffic gewinnen. Das VPN-Unternehmen Surfshark konnte vor allem in Italien, Deutschland und Portugal seinen Traffic verdoppeln, während es sich in der Türkei verdreifachte. Grund dafür könnte unter anderem sein, seinen VPN kostenlos für sechs Monate anzubieten.

Atlas VPN selbst sagte, dass die Nutzung seines Dienstes in fast allen Ländern gestiegen war, besonders aber in Italien, wo der Dienst einen Zuwachs von 112 % verzeichnete. ExpressVPN berichtet von einem weltweiten Zuwachs von 36 % in den Monaten Februar bis März. Einen besonders starken Zuwachs konnte der VPN von AT&T verzeichnen, genannt Anira. Innerhalb weniger Wochen stieg die Nutzung auf 700 % an. Vornehmlich kommt der Traffic aus der Gesundheit, den Finanzen und anderen wichtigen Bereichen.

Mehr Nutzung bedeutet auch mehr Risiken

Laut GlobalWebTKIndex verwenden zurzeit mehr als 400 Millionen Unternehmen und Nutzer einen VPN und andere verschlüsselte Verbindungen, um mit dem Internet zu interagieren. Man geht davon aus, dass diese Zahl noch weiter steigen wird. Nach Statista und Orbis Research beträgt der globale Markt für VPNs im Jahre 2016 15,65 Milliarden US-Dollar. Im Jahre 2018 stieg dieser Markt auf 20,6 Milliarden US-Dollar.

Damit gehen jedoch auch Risiken einher. Mit einem VPN kann zwar der Nutzer sein Surfverhalten verschleiern, jedoch werden dabei seine Daten auf zentralen Servern zwischengespeichert. Diese stellen ein lohnendes Einfallstor für Datendiebe dar. Die Daten lagert das VPN-Unternehmen in seinen Servern, welche sich überall befinden können und theoretisch jedem Zugang gewähren könnten.

Zwar hat sich die Sicherheitstechnologie in den letzten Jahren sehr verbessert, dennoch ist es Hackern immer wieder gelungen, mithilfe eines VPN an die Daten der Nutzer zu kommen. Auch VPN-Dienste, die selber nichts Schlechtes im Schilde führen, können das Ziel der Datenkriminellen werden. Das gilt besonders für Länder, in denen die Verwendung eines VPN gesetzlich verboten ist. Schlechte und unsichere VPN-Apps werden häufig von App-Marktplätzen entfernt.

So zum Beispiel im April 2020, als Google den Dienst SuperVPN aus seinem Sortiment genommen hatte. Die App wurde bis dahin eine 100 Millionen Mal heruntergeladen. Dann stellte sich heraus, dass die App Schlupflöcher für die sogenannte Man-in-the-Middle-Attacke bot.

Ähnliche Probleme haben auch VPN-Dienste, welche von Unternehmen genutzt werden. Die US Cybersecurity and Infrastructure Security Agency haben Unternehmen daher aufgefordert, ihren VPN auf Sicherheitsmängel hin zu überprüfen. Auch wer einen VPN kostenlos verwendet, sollte Vorsicht walten lassen.

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