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Binge-Watching-Studie: Serienmarathon schadet Schlaf

Game of Thrones, The Walking Dead, Orange Is The New Black – sie alle haben diese Wirkung: Eine Folge reicht nicht aus. Viele Fans setzen deshalb aufs Binge-Watching und schauen mehrere Episoden hintereinander. Nun zeigt eine Studie, dass Serienjunkies sich womöglich schaden.

   Lesedauer: 2 Minuten

Game of Thrones, The Walking Dead, Orange Is The New Black – sie alle haben diese Wirkung: Eine Folge reicht nicht aus. Viele Fans setzen deshalb aufs Binge-Watching und schauen mehrere Episoden hintereinander. Nun zeigt eine Studie, dass Serienjunkies sich womöglich schaden.

Forscher von der University of Michigan und der belgischen Leuven School for Mass Communication Research haben herausgefunden, dass Serienmarathons und Schlafprobleme zusammenhängen. Befragt wurden 423 Facebook-User im Alter von 18 bis 25 Jahren. 81 Prozent gaben an, Erfahrung mit Binge-Watching zu haben. Aus dieser Gruppe hatten fast 40 Prozent innerhalb des Vormonats einmal mehrere Serienfolgen hintereinander geguckt, 28 Prozent genossen mehrere Serienmarathons pro Monat, und für sieben Prozent war solch ein Fernsehverhalten an der Tagesordnung. Bei Männern fanden Binge-Watching-Sessions seltener statt als bei Frauen. Dafür dauerten die Serienmarathons der männlichen Befragten fast doppelt so lange.

Im Unterschied zur Vergleichsgruppe berichteten die Binge-Watcher häufiger von Schwierigkeiten beim Einschlafen. Zudem konnten sie schlechter durchschlafen und fühlten sich tagsüber müde. Und das trotz durchschnittlich 7 Stunden und 37 Minuten Schlaf pro Nacht. Die schlechte Schlafqualität führen die Forscher nicht aufs spätere Zubettgehen, sondern auf die Aufregung zurück, die durch Binge-Watching entsteht. Durch normalen Fernsehkonsum zeigten sich die negativen Effekte auf den Schlaf nicht. Wer aber drei, vier oder mehr Episoden am Stück schaut, kommt gedanklich von der Handlung nicht so schnell los – auch im Bett. In den multiplen und komplexen Handlungssträngen vermuten die Forscher auch das Suchtpotenzial der Serien.

Die Binge-Watching-Studie wurde im Journal of Clinical Sleep Medicine veröffentlicht. Da es sich um eine kleine Untersuchung über Facebook handelt, sind die Ergebnisse nicht repräsentativ.

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