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Wasserpfeife Shisha
Wasserpfeife Shisha

Lifestyle

Mit der Wasserpfeife Fremdsprachen üben – virtuelle Communities als Chance im Lockdown

Es ist nicht zufällig, dass die Ursprünge der Shisha im antiken Iran oder im nördlichen Indien vermutet werden. Die Kultur der Wasserpfeife hat sehr viel mit Geselligkeit und intensiven Gesprächen zu tun, die in diesen Regionen besonders zu Hause sind. Vom Persischen Reich aus verbreitete sich die Shisha  ab dem 15. Jahrhunderts über Indien und weite Teile der arabischen Welt und wurde in vielen Teilen der Welt zum Inbegriff der Gemeinschafts- und Gesprächskultur. Das gesellige Rauchen wurde und wird bis heute als Symbol von Gastfreundlichkeit angesehen. Seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert wird die Shisha auch in immer mehr europäischen Cafés und Bars geraucht. 

Zu Zeiten von Corona fehlen den Menschen plötzlich all diese Orte und die Aktivitäten, die so sehr  für Treffen und fröhliches Beisammensein stehen. Aber durch die digitalen Kommunikationsmöglichkeiten brauchen wir den Kopf nicht zu sehr hängen zu lassen, sondern haben die Chance, unseren Blick international zu erweitern. Wir können mit der Shisha im Wohnzimmer neue Kontakte finden und nebenbei sogar unsere Fremdsprachenkenntnisse verbessern. 

Weil die Wasserpfeife in so vielen Ländern populär ist und durch Corona zugleich viele Fans überall auf der Welt gezwungenermaßen alleine zu Hause vor ihrer Shisha sitzen, lassen sich über Social Media Kanäle und Video-Tools Shisha Communities in verschiedenen Sprachen suchen oder gründen. 

Facebook biete dafür die Möglichkeiten passende Gruppen zu bilden, auf Snapchat oder Tik Tok werden einem schnell Menschen nähnlicher Interessen vorgeschlagen, auf Instagram lässt sich mit Hashtags sehr gut suchen. Wenn dann die ersten Kontakte geknüpft sind und die sozialen Netzwerke zu öffentlich oder zu begrenzt sind, kann man ausweichen in WhatsApp-Gruppen, in Skype-Meeting oder in eins der vielen Video-Konferenz -Tools wie z.B. Zoom u.a. 

Wasserpfeifen-User wollen mit Gleichgesinnten sprechen und wenn die heimische Shisha-Bar coronabedingt geschlossen ist, dann sind virtuelle Shisha-Communities eine Chance für Kultur- und Sprachenpflege. Digital und ansteckungsfrei lässt es sich vom eigenen Sofa aus gemütlich über die unterschiedlichen Gepflogenheiten des Shisha-Rauchens in verschiedenen Ländern plaudern. Und ausgehend von dort ergeben sich die nächsten Themen in der virtuellen Shisha-Bar von allein. 

Lernen von unterschiedlichen Kulturen und beim plaudern über Musik, Rezepte und fremde Geschichten ganz nebenbei die fremde Sprache trainieren – das kann ein großer Lern-Spaß werden und lohnt die Suche nach ähnlich gesinnten Shisha-Fans in der digitalen Welt. Die virtuelle Shisha kann auch unterschiedliche Altersgruppen zusammenbringen. Denn während bei uns eher junge Leute in den Shisha-Bars zu sehen sind, finden sich in anderen Länder, in denen die Wasserpfeife eine lange Tradition hat, auch viele ältere Shisha-Freunde. Die digitale Welt bietet neue Chancen – wir müssen sie nur ergreifen.