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Oscarverleihung
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Oscarverleihung 2021

Trotz der immer noch vorherrschenden Corona-Pandemie soll auch in diesem Jahr die Oscarverleihung wieder stattfinden. Nach einem Jahr ohne Kino ist die Liste der Nominierten so spannend und vielseitig, wie vielleicht nie zuvor.

bereits morgen ist es so weit, diesen Sonntag werden wieder die Oscars verliehen, zu einem recht ungewöhnlichen Frühlingstermin. Es ist die 93. Oscarverleihung, doch es ist erst die zweite, die unter den Bedingungen der Coronapandemie stattfindet und die erste Verleihung, die stattfindet, ohne das ein Film in den Kinos überhaupt lief.

So präsent die Pandemie auch ist, der Veranstalter, Regisseur Steven Soderbergh, verspricht eine hohe filmische Dramaturgie, Gäste werden physisch anwesend sei. Veranstaltet wird die Verleihung in Los Angeles, Paris und London, auch aufgrund der Corona-Pandemie. Für die physische Anwesenheit von Gästen bekam der Veranstalter zwar auch Kritik, doch nach über einem Jahr der tobenden Pandemie sehnt man sich einfach zu sehr nach dem alten Glamour, nicht ständig nur Videokonferenzen.

Es ist davon auszugehen, zumindest lassen sich keine Gegenbeweise finden, dass für die Oscarverleihung ein ausgeklügeltes Hygienekonzept erstellt wurde, sodass die Anwesenden und auch der Rest der Bevölkerung geschützt ist und keine Gefährdung von niemandem ausgeht. Trotzdem: Der rote Teppich wird leer bleiben!

Oscarverleihung: Die Nominierten

  • Chloe´ Zhao – Nomadland (6Nominierungen)

In diesem Film spielt Frances McDormand eine ungewöhnlich stille rolle als Nomadin. Es ist der dritte Film der Regisseurin. Die Protagonistin verdient ihren Lebensunterhalt in den Sommermonaten in einem Amazon-Logistikzentrum, während sie das restliche Jahr durch das Land zieht, in einem Wohnwagen gemeinsam mit anderen wohnungslosen Amerikanern und Amerikanerinnen.

  • Lee Isaac Chung – Minarie, wo wir Wurzeln schlagen (6 Nominierungen)

Bei den Golden Globes gab es noch Diskussionen, da „Minarie – Wo wir Wurzeln schlagen“ als fremdsprachiger Film geführt wurde, obwohl er eine S-Produktion ist. Der Grund: In Chungs Film wird hauptsächlich koreanisch gesprochen. Im Film erzählt der Regisseur, inspiriert von seiner eigenen Historie, die Geschichte einer koreanischen Familie die in den 80er Jahren nach Arkansas umsiedelt und dort mitten in der Einöde eine Farm bewirtschaftet. Ohne Aufregung und mit einem bitter-süßen Humor erzählt der Regisseur hier den Überlebenskampf der Familie, die unter den ökologischen Zwängen langsam zu zerbrechen droht.

  • Shaka King – Judas and the black Messiah (6 Nominierungen)

Dieser Film ist ein Biopic und dreht sich um den Kleinkriminellen William O´Niell. Der Protagonist lässt sich in den 60er Jahren als FBI-Agent bei einer Black Panther Party einschleusen , um deren Anführer hinter Gitter zu bringen. Thematisch gehört das Biopic zu den dringlichsten Filmen in diesem Jahr, so da Ergebnis der OscarsSoWhite-Diskussionen. Doch nicht nur das, denn gleichzeitig ist es auch mit Abstand das packendste Drama unter den Nominierungen und hat somit sehr gute Chancen, bei der Oscarverleihung eine der begehrten Gold-Statuen abzustauben.

  • David Fincher – Mank (10 Nominierungen)

Mit seinen zehn Nominierungen ist das Hollywood-Biopic „Mank“ von David Fincher ebenfalls eines der vielen Favoriten. In diesem Film erzählt Fincher vom legendären „Citizen Kane“-Streit zwischen dem Drehbuchautor Herman J. Mankiewicz und dem Regisseur Orson Welles. Damit kreierte David Fincher ein klassisches Hollywoodkino, vielleicht aber etwas zu klassisch für die Oscars.

  • Darius Marder – Sound of Metal (6 Nominierungen)

Ein Metal-Schlagzeuger, der mit seiner Freundin in einem Camping-Bus durch das Land tourt, verliert langsam aber sicher sein Gehör und muss sich somit an die neue Wahrnehmung seiner Umgebung gewöhnen. In dem Musikdrama des Regisseurs schwanken die Emotionen des Protagonisten zwischen Aggressionen und Depressionen. Es ist ein sehr faszinierendes Drama mit dem erstaunlichen Portrait der Gehörlosen-Community und vielleicht auch deshalb wichtig. Die Welt aus der Sicht eines Gehörlosen, etwas das uns „Normalen“ oft gut tun könnte.

  • George C. Wolfe – Ma Rainey´s Black Bottom (5 Nominierungen)

Den Oscar für den im vergangenen Jahr verstorbenen Schauspieler Chadwick Boseman kann eigentlich schon fest eingeplant werden. Fraglich ist nur, ob auch Viola Davis für ihre Rolle als titelgebende Blues-Legende und launische Diva ebenfalls bei der Oscarverleihung belohnt wird. Für sie ist ein Oscar schon länger überfällig. Zwar ist der Film eher unauffällig, sollte aber aufgrund der beiden Protagonisten erhöhte Aufmerksamkeit erlangen.

Dies war nur ein Ausschnitt der Nominierten für die diesjährigen Oscars, sollte für einen kurzen Überblick jedoch ausreichen. Begleitet wird die Verleihung unter anderem vom Tagesspiegel.