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Das Hausboot
Das Hausboot
Brian Jakubowski

DOKU

“Das Hausboot”: Mini-Serie von Fynn Kliemann und Olli Schulz

“Das Hausboot”: Nachdem Fynn Kliemann bereits für “100.000 – Alles, was ich nie wollte” bei Netflix angefragt hatte, zu dem Zeitpunkt eine Produktion beim Streaming-Giganten jedoch abgelehnt wurde, wurde die Produktion der Dokuserie “Das Hausboot” hingegen bewilligt. Seit Anfang März kann man die langersehnte Mini-Serie endlich bei Netflix schauen.

Nach dem Tod des Musiker Gunter Gabriel stand dessen Hausboot zum Verkauf, woraufhin der Musiker Olli Schulz zuschlug. Doch allein war eine Renovierung und grundlegende Sanierung nicht zu stemmen, woraufhin er den bekannten Heimwerker Fynn Kliemann, sowie dessen Freunde und helfende Hände, wortwörtlich mit ins Hausboot holte.

Anfangs gingen die beiden davon aus, dass es in relativ kurzer Zeit wieder bezugsfertig und neu in Schuss sei, doch bereits nach den ersten Begehungen durch das Hausboot, wohl bemerkt nachdem der Kauf abgeschlossen war, wurde das eigentliche Ausmaß schnell klar. Marode, hinüber, nicht benutzbar und erst Recht nicht TÜV zugelassen. Ein Schock für die beiden Käufer des Bootes. Doch aufgeben kam für die beiden nicht in Frage.

“Das Hausboot”: Der eigentliche Zustand

Was anfangs nach einem älteren, aber in einem recht guten Zustand, Hausboot aussah, entpuppte sich schnell als regelrechter Schrotthaufen. Marode Decken und Fußböden, verrostete Außenwände, kaputte Leitungen…Nur ein Bruchteil der Schäden, die letztendlich beim Boot des verstorbenen Gunter Gabriels festgestellt wurden, nachdem einmal ein wirklicher Profi über das Hausboot ging.

Was danach kam, kann sich wohl jeder denken. Entrümpeln, entrümpeln und noch mal entrümpeln. So lange, bis de facto nichts mehr übrig blieb und das volle Ausmaß an Schäden und noch zu rettenden Stellen vollkommen sichtbar war. Anfangs versprach Fynn der Tochter des verstorbenen Vorbesitzers noch, dass die Sitzecke und die Küche so bleiben können. Letztendlich mussten doch auch diese Erinnerungsstücke der Kernsanierung zum Opfer fallen. Nicht, weil Fynn oder Olli das Versprechen vergaß oder es nicht in die neue Einrichtung gepasst hätte. Die Schäden im Hausboot waren letztendlich einfach auch in diesem Bereich zu groß und ein Erhalt war nicht möglich. So vermuten wir es zumindest, leider fand es keine spätere Erwähnung dessen in der Doku-Serie.

Man konnte deutlich sehen, wie oft die Nerven bei den beiden wohl blank lagen. Der Prozess der Renovierung und des Wiederaufbaus dauerten letztendlich viel länger, als Fynn und Olli anfangs geplant haben, genau so sah es auch bei den Finanzen aus.

Die Renovierung

Man weiß nicht so genau, wie viel Zeit Fynn und Olli anfangs für die Renovierung eingeplant hatten. Bestimmt waren es aber keine zwei Jahre, denn so lange hat es letztendlich ungefähr gedauert, bis das Hausboot endlich wieder bezugsfertig war und am gewünschten Stellplatz stehen konnte. Zudem war anfangs eine “einfache” Renovierung geplant, am Ende brauchte das Boot jedoch eine komplette Kernsanierung. Einfach alles musste praktisch neu gemacht und repariert werden.

Ein Beispiel dafür ist der Außenlack, den Fynn anfangs für viel Geld hat neu machen lassen. Etwas fünf Wochen später stellte sich heraus, dass das komplette Boot rostet, beziehungsweise verrostet war. Das hieß dann: Der viele tausend Euro teuere Lack musste wieder ab, das Boot entrostet und anschließend für noch mehr Geld (eingerechnet der Entrostung) neu lackiert werden. Aber das ist nur ein Beispiel von vielen.

Letztendlich führte der anfängliche, sich aber gefühlt stetig durchziehende, Schock dazu, dass sich Olli und Fynn mächtig in die Haare gekriegt haben. Fynn, der hierbei wohl den finanziellen Planungshut inne hatte, erinnerte Olli daran, dass dringend Geld zur Begleichung der Rechnungen benötigt wurde, woraufhin Olli ziemlich ausrastete. Was genau sich gegenseitig an den Kopf geschmissen wurde, ist nicht bekannt (besser so), aber es muss ziemlich heftig gewesen sein, denn Olli war danach kurz davor, aus dem Projekt auszusteigen.

Erst einmal hörte und sah man dann auch nichts mehr von Olli. Wie gesagt, nach dem Streit herrschte erst einmal Funkstille zwischen den beiden Künstlern, die Dreharbeiten und Handwerkerarbeiten gingen aber weiter. Zum Glück rauften sie sich aber wieder zusammen. Und zusammen wurde das Projekt “Hausboot” dann auch durchgezogen.

Das Team

Man kann zwar schon sagen, dass Fynn und Olli die beiden Protagonisten der Mini-Serie “Das Hausboot” sind, obwohl sie lange und bei weitem nicht die Einzigen sind, die das Boot wieder auf Vordermann bringen. Schnell wird zum Beispiel klar, dass weder Fynn noch Olli das nötige fachmännische Wissen haben, mit dem man das Boot kernsanieren könnte. So haben sie sich Max ins Hausboot geholt und zum Projektleiter ernannt. Später, als klar war, dass es finanziell immer mehr Ausmaße annimmt und beide keine Millionäre sind, überlegen sie Tim Mälzer mit in das Hausboot zu holen. Letztendlich entscheiden sie sich aber dagegen.

Vor allem aber werden die beiden von Freunden, seien es Fynns Kollegen aus dem Kliemannsland und dessen Freundin Franzi, oder Freunde von Olli. Jeder hefende Hand wird mobilisiert und greift den beiden norddeutschen Männern unter die Achseln. Mit Erfolg! Knapp zwei Jahre nach dem Kauf ist das Hausboot endlich fertig!

Das Fortbestehen

Schnell war klar, was aus dem gekauften Hausboot einmal werden soll. Da es dem verstorbenen Musiker Gunter Gabriel gehörte, sollte das Hausboot auf irgendeine Weise mit ihm weiterhin in Verbindung stehen.

Der Wunsch von Fynn und Olli war es von Anfang an, dass Hausboot so einzurichten, dass am Ende verschiedene Menschen das Boot mieten können. Es sollte ein Platz für Kreative geschaffen werden, mit Wohnzimmer Flair. Und das ist den beiden gelungen!

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