Darktube – Die dunkle Seite YouTubes

LESEZEIT: 3 MINUTEN Darktube – Die dunkle Seite YouTubes

Musik, Vlogs, Tutorials, Challenges oder Katzencontent. All das ist ein festes Bestandteil von YouTube.

Musik, Vlogs, Tutorials, Challenges oder Katzencontent. All das ist ein festes Bestandteil von YouTube. Auf der einen Seite heiter Sonnenschein, auf der anderen Seite Gewaltverherrlichung und Grauen. Wenn man will, findet jeder auf YouTube Tiermissbrauch, Kinderpornographie oder Tutorials zur Herstellung von Molotov-Cocktails. Und das, obwohl so etwas laut den Richtlinien und Regeln gar nicht möglich sein sollte. Wie kann es sein, dass die Regeln zwar existieren, aber teilweise nicht durchgesetzt werden?

Jeder weiß, dass jede Medaille ihre Kehrseite hat. So hat auch Youtube seine Schattenseite. Das „Darktube“. So ähnlich wie das Darknet, halt nur auf der Videoplattform. Videos, wie das kochen lebendiger Tiere, oder Tierguillotinen..All das kann man problemlos auf YouTube finden.

Doch wie jede Plattform, hat auch YouTube Regeln und Richtlinien. Wenn ein Video dagegen verstößt, wird es gelöscht. So soll es zumindest sein. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Pro Minute werden etwa 500 Stunden Videomaterial hochgeladen. Das alles zu kontrollieren ist schwierig, keine Frage! Die Regeln sind auf den ersten Blick ziemlich streng, doch die Auslegung ist immer eine andere. Teilweise werden die Regeln sehr streng durchgesetzt und Videos mit einem minimalen Anzeichen einer Regelverletzung werden gelöscht. Dann gibt es genügend Videos, die offensichtlich gegen die Regeln verstoßen, die werden allerdings zugelassen und geduldet.

Wie sonst kann es sein, dass ein Video, in dem man die brutale Tötung einer Maus durch ein Stromlabyrinth immer noch zu sehen ist und Millionen von Klicks hat?

Laut den Regeln ist Tiermissbrauch verboten, trotzdem existieren über 80 Kanäle mit tausenden Videos, die genau so etwas zeigen: Tiermissbrauch

Ebenfalls verboten ist Gewaltverherrlichung und Aufruf zur Gewalt. Nun ja…Ein Youtuber hat sich einen Spaß erlaubt und ein Video hochgeladen, das eine Kampfszene zeigt. Die Gesichter der Originalszene hat er mit dem Gesicht von Trump und dessen Gegnern ersetzt. Nun kann man in diesem Video sehen, wie Trump seine Gegner erschießt. Ansporn zur Gewalt? Gewaltverherrlichung? Für jeden normalen Menschen schon. Für YouTube nicht. Der Inhalt sei rein fiktiv, so die Begründung, warum das Video nicht gelöscht wurde, sondern lediglich durch eine Altersbeschränkung nicht für alle zugänglich ist.

Reicht das Maß an Gewalt also nicht aus, bekommt es nur eine Altersbeschränkung. Die Machart des Videos ist entscheidend, nicht der Inhalt. Das ist es, was wir daraus lernen können!

Allgemein lässt sich sagen, dass auf YouTube ein eher willkürlicher Umgang mit fragwürdigem Inhalt herrscht.

In den Richtlinien, die sehr schwer zu verstehen sind und man schnell den Durchblick verliert, ist nicht nur festgelegt, was hochgeladen werden darf, sondern auch, wer YouTube nutzen darf. Doch auch das Jugendschutzgesetz wird nicht immer so umgesetzte, wie es sein sollte. Teilweise wirkt es fast schon so, als wäre er völlig egal.

Kinder können sich beim Anlegen eines Googlekontos ganz einfach als volljährig ausgeben, da kein Altersnachweis angefordert wird. Und YouTube macht es Minderjährigen leicht. Man kann ganz einfach auf YouTube danach suchen und findet diverse Tutorials, wie man auf dieser Videoplattform den Jugendschutz umgehen kann.

Durch diese willkürliche Umsetzung der Regeln und Richtlinien, bietet YouTube Pädophilen oder anderen Kriminellen immer noch zu viel Raum für deren Bedürfnisse.

Zwar wird immer genauer auf so etwas geachtet, aber noch lange nicht gut genug.

Die YouTube-Welt schaut da nicht weg! Immer mehr Contentcreator setzen sich aktiv für die Löschung fraglicher Videos ein und kritisieren YouTube offen und ehrlich! Themen, wie Kinderpädophilie, Gewaltverherrlichung oder Hatespeech werden thematisiert und somit die Zuschauer sensibilisiert. Bei so viel Videomaterial, das pro Minute hochgeladen wird, ist es für YouTube schwer, alles im Blick zu behalten.

Unser Appell an euch: Werdet aktiv, schützt euch selbst, eure Mitmenschen und YouTube! Wenn euch ein Video auffällt, das offensichtlich gegen die Richtlinien und Regeln verstößt, dann meldet es! Selbst wenn es dann nicht gelöscht werden sollte, ihr macht YouTube und den Menschen, der hinter so einem Video steht, darauf aufmerksam! Schaut nicht weg, sondern viel genauer hin!

Rettet YouTube!

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TwentyFourSeven
TwentyFourSeven
Dezember 18, 2019 09:29

Die Welt retten ist schwer, Youtube zu retten.. ist noch viel schwerer .. Irgendwie breitet sich alles wie ein Virus aus. Allein von teilweile Müll Kanälen hagelt es.

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