“Byte” – Das neue TikTok?

TikTok bekommt Konkurrenz. Die wohl bekannteste Videoplattform ist nicht mehr alleine auf dem Markt, sie bekommt Gesellschaft. Doch was kann die neue App und ist sie wirklich eine Konkurrenz?

TikTok, ein Onlinephänomen der heutigen Generation. Videos, die der Unterhaltung dienen. Eine Social-Media-Plattform, so bekannt wie Instagram oder Snapchat. 

Doch seit dem letzten Januarwochenende, genauer gesagt dem 25./26. Januar 2020, bekommt es Konkurrenz. Denn eine neue App, mit auffallenden Ähnlichkeiten, ist nun auf dem Vormarsch um den Markt der Social-Media-Plattformen aufzumischen. 

“Byte”, so heißt die neue App! Doch, was und wer steckt dahinter? Stellt diese neue App wirklich eine Konkurrenz zu einer der wohl bekanntesten Apps dar? 

Die App tauchte praktisch aus dem Nichts auf, die Bekanntheit stieg aber vergleichsweise schnell und unerwartet an. Ganz Allgemein gesagt, ist “Byte”, ebenso wie TikTok, eine Videoplattform. Eben deshalb wird sie als die angebliche “Konkurrenz” bezeichnet. 

Doch was macht “Byte” aus, welche Funktionen bietet sie, womit sie eine Konkurrenz darstellen könnte? Die Videos auf “Byte” haben eine maximale Länge von sechs Sekunden, die immer als Loop in Endlosschleife abgespielt werden. Genau wie bei TikTok gibt es die “Stop-Motion-Funktion”. Das heißt, dass der Aufnahme-Button gedrückt werden muss, um ein Video aufzunehmen. Lässt man ihn los, so wird die Aufnahme pausiert und mit erneuten drücken fortgesetzt. Auch die Inhalte der App erinnern sehr stark an TikTok!

Doch den ein oder anderen Unterschied gibt es. So gibt es zum Beispiel eine “Rebyte-Funktion”, mit der man Postings anderer User weiterverbreiten kann. Rebytet man als User einen Clip, so wird er im Feed der anderen angezeigt. Ebenso gibt es keine Filter oder Fremdsounds, so wie es bei TikTok der Fall ist. Daraus lässt sich schließen, dass sich die App womöglich noch im Aufbau befinden. Ob diese beiden Funktionen noch folgen, weiß man nicht. 

In wieder anderen Dingen ähneln sich die beiden Videoplattformen enorm, noch mehr sogar als in Sachen Inhalt und Aufbau. Und damit gemeint ist der Datenschutz! In der nahen Vergangenheit stand TikTok immer wieder stark in der Kritik, weil sie den Datenschutz recht locker sehen. Vermutungen und Nachforschungen zufolge, sieht es bei “Byte” nicht viel anders aus. Worauf sich die User beim Anmelden auf der Plattform einlassen, wird wohl niemandem wirklich bewusst sein, ebenso wie bei TikTok. 

Meldet man sich bei “Byte” an, gibt man automatisch seine IP-Adresse, den Browserverlauf und das Gerätemodell preis! Allein dieser Aspekt ist schon äußerst kritisch zu betrachten, leider ist das noch nicht alles. Dazu kommt noch, dass die Daten, die die User an andere Social-Media-Plattformen, wie Instagram oder Facebook, abgegeben haben, automatisch von “Byte” eingeholt werden. Das heißt im Klartext: Alles, was Facebook von euch weiß, weiß mit einer Anmeldung, auch “Byte”!! Ohne, dass man als User etwas dagegen tun kann! Und nicht nur “Byte”, sondern eben auch TikTok! 

Nun steht nur noch eine Frage im Raum: Wer steckt dahinter? Wer hat die neue App “Byte” entwickelt? Nun ja, diese Frage lässt sich leicht beantworten, aber das wäre zu einfach. Deswegen machen wir einen kleinen Sprung zurück ins Jahr 2013. In diesem Jahr kam eine ähnliche App auf den Markt. Einigen mögen die sechs-Sekunden-Videos bekannt vorkommen, und die liegen mit ihrer Vermutung goldrichtig! 2013 startete nämlich die App “Vine”, die danach einen Riesen Hype auslöste! Die App wurde dann von Twitter aufgekauft und 2016 aus dem App-Store verbannt und gelöscht. Damit gab sich der Vine-Entwickler zwar vorerst zufrieden, schien nun aber der Meinung zu sein, dass eine Neuauflage von Nöten sei und entwickelte “Byte”. Hinter dieser App steht also niemand anderes als der Entwickler von “Vine”!


Das Fazit

“Byte” ist nichts anderes als eine Kopie von TikTok, nur kürzer und ohne fremde und lustige Tonspuren, sowie kreative Filter! Somit hat die neue Videoplattform deutlich weniger zu bieten und stellt bis dato keine ernstzunehmende Konkurrenz dar! Da sie sich jedoch womöglich noch im Aufbau befindet, kann sich diese noch entwickeln! Sollte man sich bei dieser App anmelden wollen, muss man sich jedoch im Klaren sein, was man damit von sich selbst preisgibt und welche datenschutztechnischen Risiken man damit eingeht!


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