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©Sandra Weller/Berlinale 2020

Event: Film&TV

Berlinale 2020: Internationale Filmfestspiele

Lesedauer: 2 MINUTEN Zum 70.Mal fanden die Filmfestspiele in Berlin statt, zum 70. Mal wurde der goldene Bär verliehen. In diesem Jahr wurden einige Änderungen vorgenommen, einiges blieb der Tradition treu.

Zum 70. Mal fanden in diesem Jahr vom 20. 02. – 01.03.2020 die Filmfestspiele in Berlin statt. Durch die Verschiebung des Termins erstmals zeitnah nach der Oscarverleihung in Amerika.

In diesem Jahr prägten die Verleihungen zahlreiche bedeutende Änderungen, ob personell oder inhaltlich, die diesjährige Berlinale war wohl anders, als alle vorherigen. So waren es die ersten Filmfestspiele unter der neuen Doppelspitze, bestehend aus Carlo Chatrian, der die künstlerische Leitung übernimmt, und Mariette Rissenbeek, die den Platz der Geschäftsleitung einnimmt. Das dynamische Duo stellte die Berlinale unter einen neuen Stern und brachten sie auf einen neuen Weg.

So wurden die Kategorien “Außer Konkurrenz” , “Kulinarisches Kino” und die “Native”-Reihe abgeschafft, stattdessen die Kategorie “Encounters” eingeführt. Ab jetzt sollen alle Glamourfilme als extra Galas laufen. Die neue Leitung entschied ebenfalls den, 1987 initiierten, Alfred-Bauer-Preis in diesem Jahr auszusetzen, aufgrund der aktuellen politischen Situation und Bauers Rolle in der NS-Zeit, so die offizielle Begründung.

So wie es die Tradition jedoch besagt, wurde das Event mit einer Weltpremiere eröffnet, in diesem Jahr war es “My Salinger Year” von Philippe Faladeaur, aus der Kategorie “Berlinale Special”. Moderiert wurde die Eröffnungsgala vom Schauspieler Samuel Finzi

Für den Goldenen Bären wurden 18 Filme nominiert, Filme von Regisseuren und Regisseurinnen aus aller Welt. Der beste Film wurde von der Jury gekürt, Jurypräsident in diesem Jahr: Der britische Schauspieler Jeremy Irons.

Gefördert wurde die Berlinale auch in diesem Jahr durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, wodurch ihnen ein vorläufiges Jahresbudget von 26 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

©Erik Weiss/Berlinale 2020

Nominierte Filme

“Berlin Alexanderplatz” unter der Regie von Burhan Qurbani

“DAU.Natasha” unter der Regie von Ilya Chrschanowski und Jekaterina Oertel

“Domangchin yeoja” unter der Regie von Hong Sang-Soo

“Effacer l’historique” unter der Regie von Benoit Deléphine und Gustave Kervem

“Favolasse” unter der Regie von Damiano D’Innocenzo und Fabio D’Innocenzo

“First Cow” unter der Regie von Kelly Reichardt

“Irradies” unter der Regie von Panh

“Niemals Selten, Manchmal Immer” unter der Regie von Eliza Hittman

“El prófugo” unter der Regie von Natalia Meta

“Rizi” unter der Regie von Tsai Ming-Liang

“The Roads Not Taken” unter der Regie von Sally Potter

“Schwesterlein” unter der Regie von Stéphanie Chuhat und Véronique Reymond

“Le sel des larmes” unter der Regie von Philippe Garrel

“Sheytan vojud nadarad” unter der Regie von Mohammad Rasulof

“Siberia” unter der Regie von Abel Ferrera

“Todos os mortos” unter der Regie von Caetano Gotardo und Marco Dutra

“Undine” unter der Regie von Christian Petzold

“Volevo nascondermi” unter der Regie von Giorgio Diritti


Den Hauptpreis gewann letztendlich “Sheytan vojud nadarad” von Mahammad Rasulof, der Regisseur dufte jedoch aus seinem Heimatland nicht ausreisen, wodurch er den Preis nicht entgegen nehmen konnte. Glücklicherweise konnte dessen Tochter vor Ort sein, die den Preis auf den Filmfestspielen entgegen nehmen konnte.

Eine weitere wichtige Auszeichnung konnte die britische Schauspielerin Helen Mirren entgegennehmen. Sie durfte den Goldenen Ehrenbären den ihren nennen, als eine Ehrung für ihr Lebenswerk und einer Hommage aus fünf Filmen.

Die “Berlinale Kamera” ging in diesem Jahr an die deutsche Filmemacherin Ulrike Oettinger.


Die neue Kategorie “Encounters”

Die Kategorie “Encounters” soll “ästhetisch und formal ungewöhnliche Werke von unabhängigen Filmemachern” präsentieren. In dieser Kategorie werden maximal 15 Spiel- oder Dokumentarfilme als Welt- oder Internationale-Premiere ab einer Filmlänge von 60 Minuten nominiert und von einer dreiköpfigen Jury ausgewählt.


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