Meisterfälscher Beltracchi: “Die Kunst des Fälschens”

Meisterfälscher Beltracchi: “Die Kunst des Fälschens”

Ob Da Vinci, Picasso oder Van Gogh, er konnte sie alle. Nein, nicht etwa einfach so nur nachmalen, sondern fälschen. Mit seiner raffinierten Masche führte er die gesamte Kunstwelt hinters Licht, und das jahrelang ohne aufzufliegen. Wolfgang Beltracchi fälschte in einem Zeitraum von etwa 36 Jahren Werke von über 50 Malern, verkaufte sie als verschwundene Werke und verdiente somit mehrere Millionen Euro. 2010 wurde er erwischt. Durch einen winzigen, aber gravierenden, Fehler, konnte ihn ein Käufer entlarven.
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Ob Da Vinci, Picasso oder Van Gogh, er konnte sie alle. Nein, nicht etwa einfach so nur nachmalen, sondern fälschen. Mit seiner raffinierten Masche führte er die gesamte Kunstwelt hinters Licht, und das jahrelang ohne aufzufliegen. Wolfgang Beltracchi fälschte in einem Zeitraum von etwa 36 Jahren Werke von über 50 Malern, verkaufte sie als verschwundene Werke und verdiente somit mehrere Millionen Euro. 2010 wurde er erwischt. Durch einen winzigen, aber gravierenden, Fehler, konnte ihn ein Käufer entlarven.

Klingt wie in einem Hollywoodfilm? Tatsächlich wurde es verfilmt, ist allerdings mal wieder Realität.

Wolfgang Beltracchi, Künstler, Ehemann und Vater…Doch hinter dieser Künstlerfassade versteckte sich jahrelang weitaus mehr, als die meisten wussten. Ein Kunstfälscher, der durch seine kriminellen Tätigkeiten zwischen 20 und 50 Millionen Euro verdiente.

Er lebte praktisch den amerikanischen Traum in Deutschland. Vom Hippie zum Multimillionär. Dann hört der Traum allerdings auch wieder auf, denn nach seiner Entlarvung im Jahr 2010 verlor er all das Geld wieder. Eine sehr vielfältige Geschichte, von der bis auf seiner Frau niemand etwas wusste. Nicht einmal seine eigenen Kinder, die mit ihm unter einem Dach lebten. Beltracchi fälschte nur, wenn sie außer Haus waren.

Doch, wer ist dieser Wolfgang Beltracchi eigentlich? Er war ein ganz normaler Mensch, besuchte ein Gymnasium und studierte später. Nicht ganz erfolgreich zwar, da er vom Gymnasium flog und sein Studium an einer Kunstschule abbrach und lieber die Welt bereiste. Zu dieser Zeit begann er jedoch auch, erste eigene Werke zu verkaufen, sogar mit recht gutem Erfolg, aber nicht gut genug für ihn. Um sein Einkommen zu verbessern, begann er Werke weltbekannter Maler zu fälschen. So startete seine Fälscherkarriere.

ACHTUNG! Bei diesem Mann handelt es sich NICHT um Beltracchi! Es handelt sich lediglich um eine Versinnbildlichung!

Nach der Hochzeit mit seiner Frau, wurde diese zu seiner Komplizin und unterstütze ihn an allen Ecken und Kanten, auch ihr wurde das später zum Verhängnis.

Beltracchi war nicht dumm, nein, er war sehr clever was die Art und Weise des Fälschens angeht. Denn er kopierte die Werke nicht, sondern ging viel raffinierter vor: Er fügte den Werkkatalogen der Maler neue Bilder hinzu. Viele Originale dieser Werke, die Beltracchi fälschte, sind verloren gegangen, die Namen seien zwar in alten Dokumenten zu finden, mehr allerdings auch nicht. Zumindest nicht so lange, bis Beltracchi auf sie aufmerksam wurde. Nun, die Namen waren da, Signaturen konnte man fälschen….fehlte nur noch das Bild und ein interessierter Käufer, der nicht zu viele Fragen stellt.

Auf diese Art und Weise entstanden mehr als 300 Fälschungen, bis heute sind die meisten davon nicht enthüllt, lediglich 53 Fälschungen wurden während seines Prozesses entpuppt. Der entstandene Schaden: 20 Millionen Euro, bis jetzt….

Jahrelang tat das Ehepaar alles, um nicht aufzufliegen, kein Weg war ihnen zu steinig. So fälschten sie einmal alte Familienbilder, nachdem sie behaupteten ein verschollen geglaubtes Werk auf dem Dachboden des verstorbenen Großvaters gefunden zu haben. Der Käufer wollte dies Prüfen, um sicher zu gehen, dass es sich um keine Fälschung handelt und bat um ein altes Familienfoto, auf dem das entsprechende Gemälde mi zu sehen war. Das gab es ja aber natürlich nicht, also stellte Beltracchi gemeinsam mit seiner Frau, kostümiert und unkenntlich, das Foto nach…mit einer Fotokopie der Fälschung im Hintergrund.

Das so etwas nicht ewig unentdeckt bleiben konnte, war vorauszuschauen, jedoch rechnete Beltracchi in keinster Weise damit. 2010 verkaufte er eine Fälschung eines angeblichen Campendonk- Werkes für 2,88 Millionen Euro nach Malta. Der Käufer dort hat das Gemälde auf seine Echtheit überprüfen lassen, wobei Spuren von Titanweiß im Gemälde auffielen. Titanweiß…ein Farbpigment, das es zu Zeiten Campendonks noch nicht gab. Nach diesem Tag wurden er und seine Frau, die ja von allem wusste verhaftet. Nach einem Jahr Untersuchungshaft wurde er zu 6 Jahren und seine Frau zu 4 Jahren Haft verurteilt.

Nach seiner Freilassung im letzten Jahr, scheint er zwar bereit zu sein, das Geld zurückzuzahlen, als Fälscher sieht er sich jedoch bis heute nicht, höchstens wenn es um die Fälschung der Signaturen ginge, so Beltracchi. Auch sein Selbstbewusstsein konnte ihm die lange Haftstrafe nicht nehmen. „Ich kann sie alle“, meinte er in einem Interview, als man ihn mit solch einer Frage konfrontierte.

Weiterhin fälschen wolle er jedoch nicht, wäre auch nicht besonders schlau. Stattdessen verkauft er jetzt wieder wirklich eigene Werke unter seinem eigenen Namen. Dies allerdings sorgt für regelrechtes Entsetzen in der Kunstwelt. Wie kann man einen hinterlistigen Fälscher weiterhin Kunst verkaufen lassen?

Naja und etwas hat er noch gelernt, neben der Tatsache das fälschen nicht gerade die englische Art ist um an Geld zu kommen….Er verwendet beim malen kein Titanweiß mehr!

Hier der Trailer zum dazugehörigen Film!

2 thoughts on “Meisterfälscher Beltracchi: “Die Kunst des Fälschens”

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