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Corona 2020
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Lifestyle

2020: Das verrückte Corona-Jahr

Es ist vorbei. Vorbei ist 2020, das wohl verrückteste Jahr des letzten Jahrzehnts. Ein Jahr voller Corona, Katastrophen, Unglücken und geprägt von Einschränkungen. Es war wohl für niemanden ein leichtes Jahr, jeder musste sich neu orientieren und neue Strukturen in den Alltag einbauen.

Doch was bleibt in den Köpfen der Menschen? Was werden wir den nächsten kommenden Generationen alles erzählen können, wenn wir nach diesem Jahr gefragt werden? Wird das Negative überwiegen? Das kann wohl jeder nur für sich beantworten. Doch es war in jedem Fall ein Jahr voller Ereignisse. So viele Dinge sind geschehen, so viele Regeln wurden erlassen, sodass man schnell den Überblick verlieren kann.

2020 – Eine Chronologie

Was ist denn wirklich alles passiert? Langweilig war es auf jeden Fall nie, sobald der Alltag sich den aktuellen Bestimmungen angepasst hat, kamen neue dazu und der ganze Prozess ging von vorne los. Ein Ereignis fügte sich nahtlos an das Vorherige an. Im letzten Jahr kam es zu kontroversen Diskussionen, einem Ausmaß an Naturkatastrophen, Herabwürdigungen, aber auch Wellen an Solidarität, Menschlichkeit und Empathie.

Schon im letzten Januar startete das neue Jahr 2020 nicht ruhig und besinnlich. Schon da hörte und las man die ersten Schlagzeilen von einem “neuartigen Virus” in China. Was damals für uns noch weit weg erschien, sollte jedoch schneller auch uns erreichen, als uns lieb war. Doch nicht nur das…Ebenfalls, und zwar genau heute vor einem Jahr, brannte das Affenhaus im Krefelder Zoo. Viel zu viele Tiere verloren auf grausame Art ihr Leben. Der Schock und die Trauer war Landesweit enorm.

Doch im ersten Quartal des Jahres sind wohl die schrecklichsten Dinge des Jahres passiert. “Angst” vor einem Ausbruch eines Krieges zwischen Amerika und dem Iran, Ausschreitungen hier in Leipzig (Auslöser war die Silvesternacht) und der erwähnte Brand im Affenhaus. Die Menschen begannen zu reden, sei es politisch oder gesellschaftlich. Die Hoffnungen, dass es sich alles als halb so schlimm herausstellt, überwiegte.

Im März nahm Corona, der neuartige Virus, jedoch auch hier seine Einflüsse. Europaweit wurden Lockdowns beschlossen, die Zahlen der Erkrankungen stieg stetig und rasant an. Der Virus nahm Ausmaße an, die wohl niemand erwartet hatte. Aus Vorsicht wurden sämtliche Großveranstaltungen (hier in Leipzig die Buch- und Tattoomesse) abgesagt oder verschoben. Doch all diese Maßnahmen halfen nicht. Die Familie der Coronaviren war zwar nicht neu, jedoch stellte Covid-19 eine neue Mutation dar. Nicht erforscht, nicht vorhersehbar und vor allem: unberrechenbar!

Noch im März zogen die Bundesregierung, sowie die Landesregierungen, die Reißleine. Nun hieß es: Lockdown, Ladenschließungen, Kurzarbeit, Homeoffice und Kontaktregulierung. Es mussten schnell konstruktive und harte Maßnahmen getroffen werden, damit Corona im Schach gehalten werden kann. Schulen und Kitas waren dicht, bis auf die Grundversorgung und Medizin mussten alle Läden dicht machen. Das sorgte bei weiten Teilen der Bevölkerung für nackte Panik und Angst. Die Folge: Hamsterkäufe von Mehl, Nudeln, Toilettenpapier und Co. Die Menschen hatten Angst, dass auch ihre heißgeliebten Supermärkte schließen müssten und kauften überall sämtliche Regale leer. Der vernünftige Teil der Bevölkerung hatte dadurch keine Möglichkeit, den normalen Bedarf an Haushaltsmitteln zu decken.

Auch heute müssen sich diese Menschen nur von Nudeln mit Tomatensoße und Klopapier als Käseersatz ernähren. Sind das nicht die wahren Opfer?

Im Sommer schien sich alles wieder ein wenig zu normalisieren. Regeln konnten gelockert werden, der Alltag schien stückweise zurückzukehren. Statt über das Virus sprach man nun weltweit über den Tod des Afroamerikaners Goerge Floyd. Brutal niedergeschlagen und verstorben, durch die Hand/das Knie eines weißen amerikanischen Polizisten. Ein sinnloser Tod, getrieben von Rassismus und Verachtung gegenüber anderer Kulturen. Weltweit reflektierten Menschen die Situation und was auch im eigenen Land immer noch katastrophal falsch läuft.

Der Schrei nach Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Änderung wurde groß. Nicht nur Menschen dunklerer Hautfarbe erhoben sich, um zu protestieren. Menschen jeder Nation, jeder Religion standen zusammen, weltweit auf den Straßen, um ihren Unmut Luft zu machen. Sie machten auf so viele Missstände aufmerksam, setzten (in Teile der Welt) ihr Leben aufs Spiel und forderten die gleichen Rechte für alle.

Doch der Sommer, die “Pause” von Corona war schnell wieder vorbei. Andere, wichtige Themen, gerieten wieder in den Hintergrund, als der Herbst kam. Schnell stiegen die Zahlen wieder an, härtere Regeln mussten erneut getroffen werden. Deutlich wurde das ab November, als der “Lockdown-Light” bundesweit verhängt wurde. Schulen, Kitas und der Einzelhandel sollten offen bleiben, denn überall kämpfte man noch mit den Folgen des ersten Lockdowns. So gut die Hygienekonzepte teilweise waren, so wenig hat dieser Lockdown gebracht. Die Menschen hatten keine Lust mehr. Schon die vergangenen Monate machten die “Querdenker” mit abstrusen Verschwörungstheorien und inhaltlosen Argumenten auf sich aufmerksam.

Trotz des Lockdown-Lights stiegen die Zahlen weiterhin an, schlimmer als in der ersten Welle. Erneut musste die Reißleine gezogen werden. Es folgte der nächste Lockdown. Hier in Sachsen diesmal verschärfter als im ersten, denn ab 22 Uhr gilt die Ausgangssperre. Über die geplanten Lockerungen über Weihnachten wurde heftig diskutiert und gestritten. Letztendlich war es aber für viele Familien wahrscheinlich eine Erleichterung, sich mit den Liebsten wenigstens für die paar Stunden getroffen zu haben (Im Rahmen und bitte ohne Großeltern!)

Tja, dann war das Corona-Jahr 2020 schon wieder vorbei. Natürlich ist in dem Jahr viel mehr, ob schlimm oder doch ganz gut, passiert, doch für diesen Beitrag soll es genug sein.

2021 – Auf das vieles besser wird!

Jetzt haben wir 2021. Ein neues Jahr, ein neues Jahrzehnt. Ob man sich persönlich Vorsätze gibt, oder nicht, ist die persönliche Entscheidung eines jeden Einzelnen. Doch wir glauben, dass wir alle mit dem Wunsch, dass dieses Jahr besser werden wird, im Herzen vereint sind.

Corona ist nicht vorbei, es wird auch nicht morgen vorbei sein. Doch es gibt Licht und Hoffnung am Ende des dunklen Tunnels. Denn es gibt(!) einen Impfstoff. Auch hier liegt die Entscheidung bei jedem persönlich, aber es ist unsere Chance aktiv dazu beizutragen, dass die Normalität zurückkehrt, dass wir nicht noch Jahre lang mit Maske überall hinmüssen. Und wir können alle aus dem Jahr 2020 lernen! Nicht alles, was wir bis dato für normal empfunden haben, ist essenziell zum Leben, nicht jeder ist für uns persönlich eine Bereicherung.

Bleibt gesund, passt auf euch auf und seid vernünftig. Hinterfragt, seid kritisch, aber haltet euch an die Regeln! Habt einen guten Start in dieses neue Jahr!

Euer Team des Oderso.Magazin